Wir sind an eine Welt voll Verschwendung gewöhnt und nennen das Wohlstand.
Ernst Ulrich von Weizsäcker, SusCon, Dezember 2012


Die Menschen entdecken sich in ihren Waren wieder, sie finden ihre Seele in ihrem Auto, ihrem Hi-Fi Empfänger.
Herbert Marcuse, amerikanischer Soziologe deutscher Herkunft, 1898-1979, Der eindimensionale Mensch


Jedes Volksschulkind versteht, dass ein endlicher Planet kein unendliches Wachstum verträgt.
Sepp Eisenriegler, Dezember 2012


Das Geld gleicht dem Seewasser. Je mehr davon getrunken wird, desto durstiger wird man.
Arthur Schopenhauer


Wir sollten gemeinsam neu beurteilen, was wir mit Erfolg meinen, ob es wirtschaftlicher Erfolg, Entwicklung oder persönlicher Wohlstand ist. Das derzeitige Modell von Wirtschaftswachstum ist einfach unerreichbar für die große Mehrheit der Welt, die im täglichem Überlebenskampf steht. Wenn wir Werten wie Teilen, Mitgefühl und Frieden den gleichen Wert beimessen würden wie Wohlstand und sozialem Status, würden wir alle nach einer Art von Erfolg streben, der Gemeinschaft auf natürliche Weise einschließt und ermöglicht.
Ogyen Trinley Dorje, Karmapa VXII, 2011


Die gegenwärtige Weltwirtschaft scheint ein fruchtbarer Baum immenser Reichtümer zu sein. Wir bewundern viele Äste und seine schimmernden grünen Blätter und glauben, es sei der beste Baum der Welt. Aber wir blicken nur auf seine obere Hälfte, weil die untere Hälfte unter der Erde verborgen bleibt. Wenn wir unter die Oberfläche blickten, fänden wir vielleicht heraus, dass die Baumwurzeln aufgrund von Misshandlung und Vernachlässigung absterben. Es kann nur eine Frage der Zeit sein, bevor dieser Zustand die obere Hälfte des Baumes erreicht.
Ogyen Trinley Dorje, Karmapa VXII, 2011


Degrowth Postwachstum Gutes Leben Buon Vivir Wachstum4.0  Decroissance Gutes Leben für alle Bruttonationalglück Richtiges Leben Gerechtes Leben kreativ achtsam


Letztendlich geht Wohlstand über materielle Interessen weit hinaus.
Er beruht auf unserer Fähigkeit, als menschliche Wesen ein gutes Leben zu führen – und zwar innerhalb der ökologischen Grenzen einer endlichen Welt.
Tim Jackson, Climate Lecture Dezember 2012


Konsum ist nicht nur der Akt des Kaufens, sondern umfasst die ganze Kette von Bedürfnis- und Bedarfsreflexion. Dazu gehört auch das Nichtkaufen, Selbermachen, Tauschen, Teilen und das gemeinsame Nutzen. Konsum ist auch Eigenproduktion, denken wir an die neue Lust am Gärtnern - das "Urban Gardening" -, den Spaß am gemeinsam Kochen und Designen, Reparieren oder auch die neue Begeisterung für genossenschaftliche Energieproduktion.
Lucia Reisch, Professorin für interkulturelles Konsumentenverhalten und Verbraucherpolitik an der Copenhagen Business School, Dezember 2012


Wer weniger besitzt, lebt nachhaltiger, weil bei der Herstellung von Produkten weniger Ressourcen verbraucht werden und am anderen Ende weniger Müll anfällt.
Christof Herrmann, Kommentar Sonnenseite, Februar 2013


Wer weniger besitzt, erfreut sich mehr an den kleinen Dingen des Lebens. Die einzige Teetasse wird zur Lieblingsteetasse. Blumen auf der Wiese erfreuen das Auge wie selten zuvor. Die Umarmung eines Freundes ist eine kleine Geste mit großer Bedeutung.
Christof Herrmann, Kommentar Sonnenseite, Februar 2013


Angesichts des Wachstums der Weltbevölkerung auf neun Milliarden Menschen und den steigenden Konsumansprüchen müssen wir uns konfrontieren mit einer Welt, die einen historischen Wachstumsschub erleben wird, qualitativ und quantitativ.
Ralf Fücks, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung, 2013


Halbleichen treiben im Fluss. Flussabwärts versorgen viele Organisationen individuellem Humanismus folgend diese Menschen - nicht selten auch in leichter Konkurrenz zueinander. Dringend geboten erscheint jedoch ein gemeinsamer Expeditionstrupp, der zusätzlich zur humanitären Arbeit auch flussaufwärts zieht und erforscht, was denn an der Weltordnung so viele Schwerstverletzte hervorbringt.
Ulrich Beck, Soziologe


Wir können unser bisheriges Modell für Wirtschaftswachstum nicht beibehalten, wenn wir den globalen Temperaturanstieg auf zwei Grad Celsius begrenzen wollen.
Tapio Kanninen, Mitglied des Club of Rome, 2013


Das Tragische an jeder Erfahrung ist, dass man sie erst macht, nachdem man sie gebraucht hätte.
Friedrich Wilhelm Nietzsche


Suffizienz bedeutet, wenige Dinge intensiv zu genießen, statt sich mit so vielen Dingen zu umgeben, dass kein Genuss mehr möglich ist.
Wolfgang Sachs, 2002


Wer nicht über seine ökologischen Verhältnisse lebt, sondern ein kerosinfreies und auch sonst plünderungsfreies Glück genießt, muss nicht ständig neue Ausreden erfinden.
Nico Paech, Februar 2015


Wie viel Selbstbetrug ist nötig, um mit Dingen glücklich zu werden, von denen ich wissen kann, dass ich sie – gemessen an meinem Bewusstsein für globales Wohlergehen – nie verantworten könnte?
Nico Paech, Februar 2015


Wir sind noch viel zu sehr in der Wachstumslogik und in der Wachstumsfalle gefangen. Die Fragen der Zukunft heißen aber: Wie organisieren wir Schrumpfung, wie qualitatives statt immer mehr quantitatives Wachstum?
Franz Alt, April 2015


Solare Energie ist die Voraussetzung für Wohlstand in der ganzen Welt.
Franz Alt, April 2015


Die Peinlichkeitsgrenze ist längst erreicht.
Ernst-Ulrich von Weizsäcker, Leiter des International Resource Panel zum anhaltend hohen Flächenfraß, April 2015


Die ständige Anhäufung von Möglichkeiten zum Konsum lenkt das Herz ab und verhindert, jedes Ding und jeden Moment zu würdigen.
Papst Franziskus, Enzyklika LAUDATO SI’, Über die Sorge für das gemeinsame Haus, Juni 2015


Es ist wichtig, eine alte Lehre anzunehmen, die in verschiedenen religiösen Traditionen und auch in der Bibel vorhanden ist. Es handelt sich um die Überzeugung, dass „weniger mehr ist“.
Papst Franziskus, Enzyklika LAUDATO SI’, Über die Sorge für das gemeinsame Haus, Juni 2015


Es ist eine Rückkehr zu der Einfachheit, die uns erlaubt innezuhalten, um das Kleine zu würdigen, dankbar zu sein für die Möglichkeiten, die das Leben bietet, ohne uns an das zu hängen, was wir haben, noch uns über das zu grämen, was wir nicht haben.
Papst Franziskus, Enzyklika LAUDATO SI’, Über die Sorge für das gemeinsame Haus, Juni 2015


Die Genügsamkeit, die unbefangen und bewusst gelebt wird, ist befreiend. Sie bedeutet nicht weniger Leben, sie bedeutet nicht geringere Intensität, sondern ganz das Gegenteil. In Wirklichkeit kosten diejenigen jeden einzelnen Moment mehr aus und erleben ihn besser, die aufhören, auf der ständigen Suche nach dem, was sie nicht haben, hier und da und dort etwas aufzupicken: Sie sind es, die erfahren, was es bedeutet, jeden Menschen und jedes Ding zu würdigen, und die lernen, mit den einfachsten Dingen in Berührung zu kommen und sich daran zu freuen.
Papst Franziskus, Enzyklika LAUDATO SI’, Über die Sorge für das gemeinsame Haus, Juni 2015


Froh zu sein bedarf es wenig,
und wer froh ist, ist ein König.
Liedtext von August Mühling


Wir haben in den letzten 150 Jahren ein wirtschaftliches System aufgebaut, das auf der Ausbeutung und Verschwendung der in Jahrhundertmillionen angesammelten Schätze der Erde an fossilen Brennstoffen, Mineralien und anderer stofflichen Ressourcen beruht.
Eicke R. Weber, Juni 2015


Wir brauchen eine andere Art von Wachstum: Wachstum, das den Übergang auf globale Nachhaltigkeit ermöglicht, auf erneuerbare Energien, auf Bereitstellung von ausreichend Trinkwasser mit nachhaltigen Methoden, nachhaltige Landnutzung, Wachstum, das den Erhalt dieses unseres blauen Planeten für zukünftige Generationen von Menschen ermöglicht. Für dieses Wachstum bevorzuge ich den Begriff des blauen Wachstums, dem es um den Erhalt der Erde für das Fortleben der Menschheit geht.
Eicke R. Weber, Juni 2015


Sieben Milliarden Träume. Ein Planet.
Motto des Weltumwelttages 2015


Wenn wir so weitermachen, mit oder ohne weiteres Wachstum, werden wir das Erdklima aus den Angeln heben.
Eicke R. Weber, Juni 2015


Wir bewegen uns heute an der Grenze des Machbaren und müssen daher konsequent auf Nachhaltigkeit setzen. Wir dürfen das aber nicht als Verzicht begreifen, sondern als Befreiungsschlag.
Verena Winiwarter, Umwelthistorikerin an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, November 2015


Materialintensive Kriege sind die größten Ressourcenfresser.
Verena Winiwarter, Umwelthistorikerin an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, November 2015


System Change, not Climate Change!
Slogan österreichischer Klimaschutz Organisation, November 2015


Klimawandel ist kein isoliertes Umweltproblem sondern untrennbar mit der profit- und wachstumsorientierten Produktions- und Konsumweise verbunden.
Österreichische Klimaschutz Organisation System Change, not Climate Change!, November 2015


Unsere Klimaschutzziele werden wir nur erreichen, wenn wir auch über unser Konsumverhalten nachdenken
Maria Krautzberger, UBA-Chefin, Dezember 2015



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