PlugIn Hybrid Fahrzeuge oder PHEVs sind
Fahrzeuge mit Hybridantrieb, deren Batterie über die Steckdose geladen werden kann.
Auf dieser Seite werden einige der Modelle vorgestellt.
Aufgrund der Dynamik des Markes haben allerdings einige der Informationen ein begrenztes Haltbarkeitsdatum.
Audi, BMW, BYD, Chrysler, Fiat, Fisker Karma, Ford, Honda, Hyundai, Mindset, Opel, Porsche, Toyota, Volvo, VW
Im Rahmen eines Pilotprojektes wurden 2011 von Audi, Eon, den Stadtwerken München und
der Technischen Universität München 20 Fahrzeuge des
A1 e-tron
im Großraum München getestet.
Der Audi A1 e-tron besitzt Lithium-Ionen-Akkus mit einer Leistung von 75 kW/102 PS
und einer elektrischen Reichweite von über 50 Kilometern im Stadtverkehr. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 130 km/h.
Erst wenn die Batteriekapazität unter 20 Prozent des Maximums fällt, wird der Verbrennungsmotor zugeschaltet.
Durch diesen sogenannten "Range Extender" erzielt der Audi A1 e-tron eine zusätzliche Reichweite von 200 Kilometern.
Aufgeladen können die Lithium-Ionen-Akkus des Elektromotors an jeder Steckdose.
Zudem wird die Bremsenergie in elektrische Energie verwandelt.
2011 gewann der Audi A1 e-tron die „2. Silvretta E-Auto Rallye Montafon“.
Die Aufnahme der Serienproduktion ist für Ende 2012/2013 geplant.
Auf der IAA 2011 präsentierte BMW das BMW i8 Concept.
Der BMW i8 Concept beschleunigt von 0 auf 100 km/h in weniger als fünf Sekunden bei einem Verbrauch
von weniger als drei Litern auf 100 km. Sein Plug-In Hybridantrieb mit einer Systemleistung von 260 kW
ermöglicht eine Reichweite im elektrischen Betrieb von bis zu 35 Kilometern –
ausreichend für den Großteil der üblichen Alltagsfahrten.
Bei sportlicher Fahrweise oder Überlandfahrten schaltet sich zusätzlich ein Dreizylinder- Benzinmotor zu.
Der Sportwagen wird bei 250 km/h elektronisch abgeriegelt und bietet Platz für bis zu vier Personen.
Die Fahrgastzelle besteht aus hochfestem, aber extrem leichtem kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff.
Der auf diesem Konzept basierende BMW i8 soll nach dem BMW i3 ab 2014 im Werk Leipzig produziert werden.
Die chinesische BYD testete in China seit Januar 2009 den F6DM (DM = Dual Mode). Seit 2011 wird der Wagen auch an Privatpersonen in China verkauft.
Der F6DM basiert auf einer 20 kWh Lithium Eisen Phosphat Batterie, die von BYD selber produziert wird.
In ca. 9 Stunden soll diese Batterie zu 100% aufgeladen werden können, in 10 Minuten zu 50%.
Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 160 km/h (99 mph). Das Fahrzeug entspricht laut BYD der Euro 4 Norm.
Mit Batterie sollen 100 Kilometer gefahren werden können, die durch den Hybridantrieb um 330 Kilometer erweitert werden können.
Das im März 2009 auf dem Genfer Autosalon präsentierte Chrysler 200C EV Konzept
hat im elektrischen Modus eine Reichweite von über 60 Kilometern, die sich bei
Unterstützung durch den Verbrennungsmotor auf 650 Kilometer erweitert.
Dieser lädt die Lithium Ionen Batterien auf.
Seit Ende 2010 kann der
Fiat 500 swisscleandrive bestellt werden.
Während der Fahrt kann der Fahrer
per Knopfdruck zwischen drei Betriebsmodi wählen:
- Elektro-Modus ohne Benzinverbrauch und ohne CO2-Emissionen,
über 100 km/h schnell und bis 30 km weit.
- 4x4-Hybrid-Modus (Benziner und Elektromotor kombiniert) mit einem Verbrauch von unter 3 l/100 km
- Herkömmlicher Modus mit einem Verbrauch von durchschnittlich 5,1l/100 km
Das erst 2007 gegründete Unternehmen Fisker will noch Ende 2011 ihren Elektro-Sportwagen Fisker Karma ausliefern.
Der viertürige Sportwagen wird bei Valmet in Finnland produziert.
Der Fisker Karma wird komplett von Elektromotoren angetrieben und funktioniert mit einem Range-Extender-Konzept.
Die Lithium-Ionen Batterien im Auto werden unterwegs mit einem Benzinmotor aufgeladen.
Trotz des umweltfreundlichen Antriebs ist der Fisker Karma durchaus sportlich:
Das 2,2 Tonnen Auto ist 201 km/h schnell. In 5,9 Sekunden beschleunigt der sportliche Viertürer auf 100 km/h.
Der Akku ist im Mitteltunnel untergebracht.
Er hat eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h und eine elektrische Reichweite von 80 Kilometern.
Die Batterien können an normalen Steckdosen nachgeladen werden.
Reichen sie nicht, so unterstützt ein 260 PS-Benzinmotor, der die Batterien nachlädt und so die Reichweite um rund 400 Kilometer erweitert.
Im Mix-Betrieb kommt der Karma dabei auf etwa 2,4 Liter Durchschnittsverbrauch.
Für Europa sind Preise um die 73.000 Euro vorgesehen.
Ford
Auf dem Genfer Auto-Salon 2011 feierte der Plug-in Hybrid Ford C-MAX Energi
seine Europapremiere.
Ziel der Entwickler ist es, die Reichweite des Ford C-Max Energi auf über 800 Kilometer mit einer Tankfüllung auszudehnen.
Honda
Die von Honda entwickelte Plug-In Hybrid Plattform
hat zur Zeit (Stand Ende 2011) eine elektrische Reichweite von 10-15 Meilen. Der Zeitplan für den Einbau ist ein Serienfahrzeug ist noch nicht veröffentlicht.
Hyundai
Hyundai plant ab Ende 2012 ein Plug-in Hybrid Fahrzeug in den USA anzubieten.
Dazu hat Hyundai die Studie „Blue Will“ erstellt. Dieses Konzeptfahrzeug besitzt einen
neu entwickelten 1,6 Liter-Benzindirekteinspritzer mit einer Leistung von 152 PS
und einen 100 kW starken Elektromotor.
Das Lithium-Ionen-Polymer-Batteriepaket ist im Unterboden im Bereich der Rücksitze untergebracht
Es kann an jeder Steckdose aufgeladen werden, zudem sind im Dachbereich Solarzellen angebracht.
Die Reichweite des Blue Will soll bei 1.050 Kilometern liegen.
Im Innenraum werden Bio-Kunststoffe und andere biologisch abbaubare Materialien verwendet.
Die Scheinwerfereinfassungen bestehen aus wiederverwerteten Plastikflaschen.
Im Oktober 2011 wurde bekannt, dass 2013 ein Fahrzeug mit Plug-in-Technik
auf Basis des Kompaktklässlers i30
auf den Markt kommen soll.
Auch die Schweizer Mindset hat einen PlugIn-Hybrid Prototypen entwickelt und
will ihn bis 2011 zur Marktreife bringen.
Der Prototyp wurde von Heuliez gefertigt.
Die Heuliez Gruppe ist der drittgrösste Automobilproduzent in Frankreich nach Renault und PSA.
Das 2+2 Sitzer Coupé hat je nach Fahrweise eine elektrische Reichweite von 100-200 Kilometern.
Die elektronisch abgeriegelte Höchstgeschwindigkeit beträgt 140 km/h.
Die Reichweite mit Range Extender soll bei über 800 Kilometern liegen.
Der
Ampera ist ein Fünftürer mir vier vollwertigen Sitzplätzen und großzügigem Stauraum.
Distanzen von bis zu 80 Kilometern legt der Ampera rein elektrisch zurück – mit Energie aus seiner Lithium-Ionen-Batterie,
die an einer normalen 230-Volt-Steckdose aufgeladen wird.
Auf längeren Strecken erfolgt der Antrieb ebenfalls per Elektromotor,
der jedoch von einem kleinen Verbrennungsmotor als Generator mit Strom gespeist wird
und eine Reichweite von mehr als 600 Kilometern ermöglicht.
Der geräuscharme Elektroantrieb liefert 370 Newtonmeter Drehmoment ab Stillstand,
das entspricht 111 kW/150 PS. Er beschleunigt den Ampera in rund neun Sekunden von 0 auf 100 km/h
und ist auf eine Höchstgeschwindigkeit von 161 km/h ausgelegt.
Seit 2010 wird in den Staaten von General Motors ein technisch baugleiches Modell: der Chevrolet Volt angeboten.
Dieser soll 2011 auch in Deutschland verkauft werden.
Seit Anfang September 2007 erprobt Toyota mit dem französischen Energiekonzern EDF
den Alltagsbetrieb des neuen Plug-in Hybridfahrzeugs PHV. Der PHV ist ein modifizierter Prius, der mit einer stärkeren Batterie und der Möglichkeit der externen Stromaufladung
ausgestattet wurde.
Die elektrische Leistung des Fahrzeugs reicht derzeit aus, um zehn Kilometer
mit einer Geschwindigkeit von bis zu 100 km/h ohne Einsatz des Verbrennungsmotors zu fahren.
Ergänzt wird der elektrische Antrieb von einem 1,5-Liter Benzinmotor mit 56 kW / 76 PS.
In Weiterführung dieses Programms werden Ende 2009 die ersten 100 Exemplare,
mit Lithium-Ionen Batterietechnik ausgestattet und an ausgewählte Flottenkunden und
öffentliche Einrichtungen in Straßburg verleast.
Ein Teil der Fahrzeuge wird dabei mit einem neuen Ladesystem ausgerüstet sein,
das die Kommunikation zwischen Spannungsversorgung und Fahrzeug ermöglicht.
Im Laufe des Jahres 2010 plant Toyota mehr als 500 PHV der nächsten Generation in Europa, Japan und den USA
für Flottenversuche zu verleasen.
Auf dem Genfer Autsalon 2011 stellte Volvo den V60 Diesel-Plug-in-Hybrid vor. Der von Lithium-Ionen-Batterien unterstützte Wagen soll
einen elektrische Reichweite von 50 Kilometern und
bei Zuschaltung des modifizierten D5 Fünfzylinder-Turbodiesels 1.200 Kilometer weit kommen.
Schon auf der IAA 2007 präsentierte Volvo das Volvo ReCharge Concept.
Basierend auf dem Volvo C30 hat der Volvo PlugInHybrid eine Batterie Reichweite von 100 Kilometern (62 mile)
bevor die 4 Zylinder 1.6-liter Flexifuel Maschine weitere Energie liefern muss.
Zum Einsatz kommt eine Lithium-Polymer-Batterie, deren Lebensdauer die des Fahrzeuges übersteigen soll.
Das Laden an der Steckdose dauert drei Stunden, ein Schnellladung für 50 km etwa eine Stunde.
Der Verbrennungsmotor übernimmt keine Antriebsfunktion mehr, sondern dient ausschließlich zum Laden der Batterie.
Sobald die Batterie nur noch 30 Prozent Ladestand hat, schaltet er sich hinzu.
Der Flexifuel-Motors kann dabei sowohl mit reinem Benzin als auch mit Ethanol-, Bioethanol- oder Methanol-Benzin-Gemischen
betrieben werden.
Im November 2007 präsentierte VW auf der Los Angeles Autoshow die Studie space up! blue.
Der Microvan space up! blue besitzt einen von Lithium-Ionen-Batterien gespeisten Elektromotor (45 kW / 61 PS), so dass per Batterie betrieben
Reichweiten von 100 Kilometern möglich sind. Energie kann entweder an der Steckdose oder über eine Hochtemperatur-Brennstoffzelle nachgetankt werden.
In diesem Fall erweitert sich die Reichweite um zusätzliche 250 Kilometer.
Zusätzlich besitzt der viersitzige Wagen ein Solarpanel auf dem Dach, das bis zu 150 Watt liefern kann,
die ebenfalls in die Batterie eingespeist werden.
Im Juni 2008 wurde ein Flottenversuch mit dem Prototyp Golf twinDRIVE® gestartet.
Der twinDRIVE® besitzt eine Plug-In-Hybridtechnologie, die mit Hilfe einer neuen Lithium-Ionen Batterie
die Reichweite des Fahrzeugs auf 50 Kilometer erweitert.