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Die Verhaltensmuster, nach denen der Mensch die Umwelt behandelt,
beeinflussen die Verhaltensmuster, nach denen er sich selbst behandelt, und umgekehrt.
Das fordert die heutige Gesellschaft dazu heraus, ernsthaft ihren Lebensstil zu überprüfen,
der in vielen Teilen der Welt zum Hedonismus und Konsumismus neigt
und gegenüber den daraus entstehenden Schäden gleichgültig bleibt
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Wenn man sich der natürlichen Ressourcen bedient, muß man sich um ihre Bewahrung kümmern, indem man auch die Kosten
– was die Umwelt und den Sozialbereich betrifft – veranschlagt und als eine wesentliche Position
der Kosten der wirtschaftlichen Aktivität selbst bewertet.
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Die internationale Gemeinschaft hat die unumgängliche Aufgabe, die institutionellen Wege zu finden,
um der Ausbeutung der nicht erneuerbaren Ressourcen Einhalt zu gebieten, und das auch unter
Einbeziehung der armen Länder, um mit ihnen gemeinsam die Zukunft zu planen
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Als besonders problematisch erweist sich die Tatsache,
dass der Klimawandel schneller voranschreitet als die Zunahme
ökologischen Bewusstseins, der wissenschaftlich-technischen
Bewältigungskompetenz und insbesondere des politischen Willens,
wirksam gegenzusteuern.
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Gefordert ist ein grundlegender Wandel der aktuellen
klimaschädlichen Muster von Produktion und Konsum, von
Technologien und Lebensstilen ...
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Wenn man den Himmel durch Opfer erreichen will, bei welchen man Bäume fällt,
Tiere tötet und blutigen Schmutz hervorruft, wodurch kommt man dann in die Hölle?
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"Macht Euch die Erde untertan" heißt nicht, ruiniert sie im Namen eines gottlosen Egoismus.
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Modern society will find no solution to the ecological problem unless it takes a serious look at its lifestyle.
In many parts of the world society is given to instant gratification and consumerism
while remaining indifferent to the damage which these attitudes cause.
Simplicity, moderation and discipline, as well as a spirit of sacrifice, must become part of everyday life,
lest all suffer the negative consequences of the careless habits of a few.
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Ohne die Liebe zur Erde werden wir im Himmel keinen Platz finden.
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Die Bedeutung der Ökologie ist inzwischen unbestritten.
Wir müssen auf die Sprache der Natur hören und entsprechend antworten.
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...Die sich exklusiv gebende positivistische Vernunft, die über das Funktionieren hinaus nichts wahrnehmen kann,
gleicht den Betonbauten ohne Fenster, in denen wir uns Klima und Licht selber geben,
beides nicht mehr aus der weiten Welt Gottes beziehen wollen.
Und dabei können wir uns doch nicht verbergen, daß wir in dieser selbstgemachten Welt im stillen doch aus den Vorräten
Gottes schöpfen, die wir zu unseren Produkten umgestalten.
Die Fenster müssen wieder aufgerissen werden, wir müssen wieder die Weite der Welt, den Himmel und die Erde sehen
und all dies recht zu gebrauchen lernen.
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Angesichts des Klimawandels und der Energiekrise haben auch wir Christen die gesellschaftliche Aufgabe, unsere Umwelt zu schützen,
indem wir einsehen, dass es angesichts der ökologischen Probleme so nicht weitergehen kann, und
deshalb unser Verhalten ändern.
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In Mitteleuropa erkannten schon zu Beginn des 18. Jahrhunderts - nach langen Zeiten des
Raubbaus - weitsichtige Forstleute, dass Wälder nachhaltig bewirtschaftet werden müssen:
Seitdem befolgt man konsequent diesen Weg und schlägt nur noch so viel Holz ein, wie
nachwächst, damit man die Wälder dauerhaft erhalten und nutzen kann. Ihnen darf weder
gegenwärtig noch zukünftig irreparabler Schaden zugefügt werden, weil sie eine
lebensnotwendige ökologische, wirtschaftliche und soziale Funktion für uns Menschen und
unsere Ökosysteme haben.
Inzwischen ist allgemein anerkannt, dass wir nicht nur unsere Wälder nachhaltig
bewirtschaften müssen. Vielmehr müssen wir Menschen unseren Lebensstil am Prinzip der
Nachhaltigkeit ausrichten, wenn wir nicht das ökologische Gleichgewicht der Biosphäre
zerstören wollen.
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Nach biblischem Verständnis sind wir Menschen zwar Geschöpfe Gottes und zu Gottes
Ebenbild bestimmt, doch infolge unseres Lebenswandels werden wir zum Mitverursacher
eines verheerenden Klimawandels. Unsere Verantwortung für unser Handeln ist umso
größer, weil wir dadurch auch über die Lebensmöglichkeiten künftiger Generationen
entscheiden.
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Eine verantwortliche Klima- und Energiepolitik gehört über die konfessionellen Grenzen
hinweg zu den sozialethischen Anliegen aller christlichen Kirchen.
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Wir Christinnen und Christen sind durch den anthropogenen Klimawandel in besonderer
Weise herausgefordert. Als Ebenbilder Gottes sind wir von unserem Schöpfer
in die Verantwortung gerufen, Gottes gute Schöpfung zu bewahren und zu bebauen,
zu besorgen und zu behüten (Gen 2,15).
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Klimabewusstes Handeln fängt im Haushalt jeder und jedes Einzelnen an und betrifft
regionale, nationale und globale Politik. Dies umfasst die Energiewirtschaft, das Bauwesen,
die Verkehrspolitik, die Agrar-, Forst- und Wasserwirtschaft sowie die Bildungspolitik
und die Entwicklungshilfe. Um die Folgen des Klimawandels zu begrenzen,
ist auf allen Ebenen eine sofortige und aktive Klimaschutzpolitik erforderlich.
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Wir verpflichten uns,
• einen Lebensstil weiter zu entwickeln, bei dem wir gegen die Herrschaft von
ökonomischen Zwängen und von Konsumzwängen auf verantwortbare und
nachhaltige Lebensqualität Wert legen
• die kirchlichen Umweltorganisationen und ökumenischen Netzwerke bei ihrer
Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung zu unterstützen.
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Aus Sorge um das Wohlergehen aller Nationen, und mit einem besonderen Interesse für die ärmsten unter ihnen als auch für künftige Generationen,
ist unsere Unterstützung für saubere, erneuerbare Energien und Energieeffizienz auch eine Frage der Gerechtigkeit.
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Das Auto möglichst selten zu nutzen, um in Verantwortung vor Gott und den Mitmenschen die Umwelt zu schützen, ist eine Form des Fastens,
die viele Menschen heute anspricht. Wir alle können versuchen, unseren persönlichen Lebensstil noch umweltbewusster zu gestalten.
Neben dem Energiesparen bei der Heizung oder beim Strom können wir bei unseren alltäglichen Wegen viel für die Umwelt und das Klima tun.
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Wir müssen uns bewusst werden, dass unser Konsumverhalten auf Kosten anderer Menschen und unserer Umwelt geht.
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Die Massenproduktion von Schweinefleisch zu Billigpreisen hier bei uns
hat dramatische Auswirkungen für Menschen in den Südkontinenten. Insbesondere die Heranzucht von
Schweinen basiert auf importiertem Soja. Die Flächen, die wir im Süden für den Sojaanbau nutzen,
führen zur Verdrängung bäuerlicher Familienbetriebe.
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Wenn wir bewusst ein oder zweimal die Woche auf Fleisch verzichten und
uns nach Möglichkeit mit regional produzierten Produkten versorgen,
unterstützen wir hier bei uns eine bäuerliche, nachhaltige Landwirtschaft.
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Das Erntedankfest lenkt unseren Blick auf die Gaben der Schöpfung und zugleich darauf, was die Bedingungen dieser Gaben sind.
und zugleich wissen wir, dass unsere derzeitige Energie- und Rohstoff-intensive Lebensweise den Klimawandel befördert,
die Vorräte der Erde erschöpft und nicht für alle Menschen auf unserem Planeten trägt.
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