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Die ganze Energiedebatte krankt daran, dass für Atom und Kohle die tatsächlichen gesellschaftlichen Kosten nicht ehrlich beziffert werden.
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Es ist bedrückend, gerade jetzt wieder zu erleben, dass die zunächst gestoppten Tiefenbohrungen im Golf von Mexiko wieder aufgenommen und
vom amerikanischen Senat auch weitere Bohrlizenzen vergeben werden, ohne die Sicherheitsstandards und deren Überwachung zu verbessern.
Die Sicherheit wird dem Hunger nach Energie geopfert und der nächste 'Störfall' ist vorprogrammiert.
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Erdöl und Erdgas haben für die Gesellschaft ähnliche Eigenschaften wie Suchtgift für Individuen:
Ihr Konsum ist kurzfristig angenehm, aber sie haben schädliche Folgewirkungen: Klimawandel, Finanzierung von nicht-demokratischen Diktaturen in Förderländern,
Sucht (nicht mehr Aufhören können; ständige Erhöhung der Dosis), Abhängigkeit von Lieferanten.
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Wenn wir aber jetzt fleißig in Gaskraftwerke investieren, dann wird es in ein paar Jahren heißen, dass ein Ausstieg aus Erdgas unmöglich sei und
daher zur Wahrung der Versorgungssicherheit nun vermehrt Fracking betrieben werden müsse – nach dem Motto „to big to fail“.
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Im Gegensatz zu den fossil-atomaren sind die solaren Energieformen sozial verträglich,
annähernd unendlich vorhanden und bringen Versorgungssicherheit sowie Preisstabilität.
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Man sollte in die Kommunen investieren, damit diese befähigt werden,
dezentrale Energieversorgungen aufzubauen.
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Zur Stunde wird diese Programm unter dem Vorwand verkauft,
wir seien ohnedies kühn und schneller, wenn wir uns der Aufgabe stellen,
30 oder 50 Prozent unseres Energiebedarfs bis zum Jahr 2050 aus alternativen Quellen zu decken.
Dabei wissen wir seit längerem, dass die Umstellung auf regenerative Energien binnen eines Jahrzehnts bis zur Volldeckung des Bedarfs
an jedem beliebigen Ort der industrialisierten Gesellschaft vollzogen werden kann.
Wenn man das weiß ... , dann erscheinem einem die Verzögerungsspiele der Energieriesen
wie ein Tanz auf einer Selbstmörderparty.
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Weder ohne noch allein mit Effizienztechnik ist ausreichender Klima- und Ressourcenschutz denkbar!
Die Energiewende erfodert eine Kultur der Genügsamkeit ("Suffizienz"), die den
Überverbrauch von Gütern und damit von Stoffen und Energie ein Ende setzt.
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Ohne die globale Wende zu einer nachhaltigen Energiepolitik lässt sich ein effektiver Klimaschutz nicht verwirklichen.
Daher ist eine klimaschonende Energieversorgung zentrales Gebot der Gerechtigkeit, der Schöpfungsverantwortung
und der wirtschaftlichen Vernunft.
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Das Aufkaufen der nicht erneuerbaren Energiequellen durch einige Staaten,
einflußreiche Gruppen und Unternehmen stellt nämlich ein schwerwiegendes Hindernis für die Entwicklung der armen Länder dar.
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Solange Welten stehn,
solange Menschen sind,
werden Mühlenräder geh'n
durch Wasser, Dampf und Wind
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Auch wenn wir Atom und Kohle in Zukunft gar nicht mehr nutzen, werden wir weiter für sie bezahlen müssen.
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Statt die Energiequellen der Vergangenheit zu subventionieren, sollten wir in die Energiequellen der Zukunft investieren.
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Schon 2012 wird der Solarstrom von der Freifläche günstiger sein als der Windstrom aus der Nordsee.
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Wer Windenergie im Binnenland schlecht redet, um Offshore-Parks und damit die Großkonzerne zu protegieren,
kann keine Akzeptanz erwarten. Akzeptanz gibt es nur, wenn den Menschen vermittelt wird, dass Windräder in ihrer Region sinnvoll und gut für sie sind.
Dass die Anlagen nicht nur Wertschöpfung und saubere Energie bringen, sondern auch günstigen Strom, den die Menschen vor Ort direkt aus „ihren“ Anlagen beziehen können.
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Wir haben hier genügend Wind, da macht es keinen Sinn, bei 100 Prozent
Erneuerbaren-Anteil Schluss zu machen.
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Im Zentrum jeder Energiediskussion, die sich nicht auf das Technische beschränkt,
muss heute die Frage stehen, wie eine Gesellschaft aussehen könnte,
die mit weniger Energie auskommt und vor allem: ohne Energie, die so billig ist, wie wir das im 20. Jahrhundert kannten.
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Erneuerbare Energien kommen gratis zu uns, niemand muss für die Nutzung von Wind oder Sonne bezahlen.
Und beide sind dauerhaft verfügbar, nicht wie die Schachtel Cornflakes, die irgendwann mal leer ist.
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Auch Gas ist nur beschränkt verfügbar, vor allem in Form der leicht zugänglichen Reserven.
Wir müssen also unbedingt vermeiden, in großem Stil auf Gas zurückzugreifen, weil es nicht zukunftsfähig ist,
höchstens in kleinen Mengen in einer Übergangsphase.
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.. durch dezentrale Erzeugung vor Ort kann zum Beispiel auch ein Teil des Netzausbaus eingespart werden
und es wird eine lokale Wertschöpfung generiert.
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Windenergie ist schon heute relativ günstig. Je nach Standort kostet die Stromerzeugung aus Wind
zwischen drei und sechs Cent je Kilowattstunde.
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Der Übergang zu einer nachhaltigen Energieversorgung ist eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts.
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Deutschland hat die Chance, eine globale Spitzenposition in der Umstellung einer großen Wirtschaft
auf regenerative Energien zu erlangen, mit zahlreichen Vorteilen in der weiteren Entwicklung dieser
Technologien mit den entsprechenden Arbeitsplätzen.
Ich kann mir kein effektiveres, nachhaltigeres Konjunkturförderprogramm vorstellen als diesen Prozess.
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Wer, wenn nicht wir, ist in der Lage dieses Gemeinschaftsprojekt durchzuziehen?
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Der Ausbau der erneuerbaren Energien verursacht zwar zunächst Mehrkosten.
Deren Maximum dürfte im Jahr 2015 mit einer Summe von rund 17 Milliarden Euro erreicht sein.
Dies entspricht jedoch lediglich ca. acht Prozent der Gesamtausgaben für Energie in Deutschland.
Danach sinken die Kosten wieder. Im Zeitraum von 2010 bis 2050 können insgesamt allein in den
Sektoren Strom und Wärme Kosten von insgesamt 730 Mrd. Euro eingespart werden.
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Die volkswirtschaftlichen Kosten eines möglichst frühzeitigen Umbaus der Energieversorgung
hin zu einer CO2-freien Energietechnik sind heute geringer, als wenn eine Umstellung
erst viel später und damit sehr viel schneller von statten gehen muss.
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Die Energieversorgung ist eine der größten Herausforderungen für die zivilisatorische Entwicklung der Menschheit.
Die Übernutzung knapper fossiler und nuklearer Energieressourcen und der bedrohliche Klimawandel verletzen schon
heute die globale, intergenerationelle und ökologische Gerechtigkeit.
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Ich würde ein Atomkraftwerk einem Kohlekraftwerk vorziehen.
Das eine könnte Dich töten, dass andere tut es mit Sicherheit.
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Der Strompreis wird in den nächsten 20 Jahren um rund 70 Prozent steigen.
Um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Unternehmen ihre Energieeffizienz steigern.
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Ich finde, es hat intellektuell fast schon etwas Erotisches, wenn wir uns bewusst werden, dass wir uns bereits mitten
in der Energiewende befinden.
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Angenommen, jede (und wirklich jede) einzelne Region bekommt die Energieverantwortung selbst übertragen.
Und damit die Verantwortung für Bereitstellung und Versorgung genauso wie für Nutzung und Umgang und
deren Auswirkungen bei Umwelt und Klima. Alles was wir „vor Ort verursachen“, müssten wir demnach auch
„vor Ort wieder ausbaden“. Ganz automatisch, ohne Vorgaben, Förderungen und Sanktionen wären wir beim
sparsamen Umgang, der effizienten Nutzung und den regional verfügbaren erneuerbaren Energien aus Sonne, Wind,
Wasser und Biomasse angelangt.
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Wenn für die Nahrungsmittelproduktion genutzte Landflächen umgewandelt werden,
um darauf Agrosprit-Pflanzen anzubauen, dehnt sich die Landwirtschaft an anderen Orten weiter aus.
Dies führt häufig zu neuer Entwaldung und Zerstörung natürlicher Ökosysteme, besonders in den tropischen
Gebieten der Entwicklungsländer.
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Das Solarzeitalter wird die wichtigste Kulturrevolution - oder besser gesagt Kulturevolution - der Menschheitsgeschichte.
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Die knappste Ressource, die wir noch haben, ist nicht Öl oder Kohle,
sondern die Zeit, um Öl oder Kohle durch Erneuerbare Energien zu ersetzen.
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