Die ganze Energiedebatte krankt daran, dass für Atom und Kohle die tatsächlichen gesellschaftlichen Kosten nicht ehrlich beziffert werden.
Robert Werner, Vorstand von Greenpeace Energy, April 2011


Es ist bedrückend, gerade jetzt wieder zu erleben, dass die zunächst gestoppten Tiefenbohrungen im Golf von Mexiko wieder aufgenommen und vom amerikanischen Senat auch weitere Bohrlizenzen vergeben werden, ohne die Sicherheitsstandards und deren Überwachung zu verbessern. Die Sicherheit wird dem Hunger nach Energie geopfert und der nächste 'Störfall' ist vorprogrammiert.
Fritz Lietsch, Herausgeber von forum Nachhaltig Wirtschaften, April 2011


Erdöl und Erdgas haben für die Gesellschaft ähnliche Eigenschaften wie Suchtgift für Individuen: Ihr Konsum ist kurzfristig angenehm, aber sie haben schädliche Folgewirkungen: Klimawandel, Finanzierung von nicht-demokratischen Diktaturen in Förderländern, Sucht (nicht mehr Aufhören können; ständige Erhöhung der Dosis), Abhängigkeit von Lieferanten.
Dr. Reinhard Schanda zur Konferenz der Energiewirtschaft (EPCON 2011), April 2011


Wenn wir aber jetzt fleißig in Gaskraftwerke investieren, dann wird es in ein paar Jahren heißen, dass ein Ausstieg aus Erdgas unmöglich sei und daher zur Wahrung der Versorgungssicherheit nun vermehrt Fracking betrieben werden müsse – nach dem Motto „to big to fail“.
Dr. Reinhard Schanda zur Konferenz der Energiewirtschaft (EPCON 2011), April 2011


Im Gegensatz zu den fossil-atomaren sind die solaren Energieformen sozial verträglich, annähernd unendlich vorhanden und bringen Versorgungssicherheit sowie Preisstabilität.
Dr. Hans Kronberger, 2011


Man sollte in die Kommunen investieren, damit diese befähigt werden, dezentrale Energieversorgungen aufzubauen.
Peter Sloterdijk, Philosoph, Interview WAZ, April 2011


Zur Stunde wird diese Programm unter dem Vorwand verkauft, wir seien ohnedies kühn und schneller, wenn wir uns der Aufgabe stellen, 30 oder 50 Prozent unseres Energiebedarfs bis zum Jahr 2050 aus alternativen Quellen zu decken. Dabei wissen wir seit längerem, dass die Umstellung auf regenerative Energien binnen eines Jahrzehnts bis zur Volldeckung des Bedarfs an jedem beliebigen Ort der industrialisierten Gesellschaft vollzogen werden kann. Wenn man das weiß ... , dann erscheinem einem die Verzögerungsspiele der Energieriesen wie ein Tanz auf einer Selbstmörderparty.
Peter Sloterdijk, Philosoph, Interview WAZ, April 2011


Weder ohne noch allein mit Effizienztechnik ist ausreichender Klima- und Ressourcenschutz denkbar! Die Energiewende erfodert eine Kultur der Genügsamkeit ("Suffizienz"), die den Überverbrauch von Gütern und damit von Stoffen und Energie ein Ende setzt.
Prof. Dr. Peter Hennicke zur Energiewende, Bankspiegel GLS Bank, 2011


Ohne die globale Wende zu einer nachhaltigen Energiepolitik lässt sich ein effektiver Klimaschutz nicht verwirklichen. Daher ist eine klimaschonende Energieversorgung zentrales Gebot der Gerechtigkeit, der Schöpfungsverantwortung und der wirtschaftlichen Vernunft.
Die katholischen Bischöfe Deutschlands in Der Schöpfung verpflichtet, Mai 2011


Das Aufkaufen der nicht erneuerbaren Energiequellen durch einige Staaten, einflußreiche Gruppen und Unternehmen stellt nämlich ein schwerwiegendes Hindernis für die Entwicklung der armen Länder dar.
Papst Benedikt XVI., ENZYKLIKA CARITAS IN VERITATE, 2009


Solange Welten stehn,
solange Menschen sind,
werden Mühlenräder geh'n
durch Wasser, Dampf und Wind
Inschrift Riepenburger Mühle


Auch wenn wir Atom und Kohle in Zukunft gar nicht mehr nutzen, werden wir weiter für sie bezahlen müssen.
Robert Werner, Vorstand von Greenpeace Energy, April 2011


Statt die Energiequellen der Vergangenheit zu subventionieren, sollten wir in die Energiequellen der Zukunft investieren.
US-Präsident Barack Obama, April 2011


Schon 2012 wird der Solarstrom von der Freifläche günstiger sein als der Windstrom aus der Nordsee.
Matthias Willenbacher, Gründer von juwi, Interview klimaretter.info, 2011


Wer Windenergie im Binnenland schlecht redet, um Offshore-Parks und damit die Großkonzerne zu protegieren, kann keine Akzeptanz erwarten. Akzeptanz gibt es nur, wenn den Menschen vermittelt wird, dass Windräder in ihrer Region sinnvoll und gut für sie sind. Dass die Anlagen nicht nur Wertschöpfung und saubere Energie bringen, sondern auch günstigen Strom, den die Menschen vor Ort direkt aus „ihren“ Anlagen beziehen können.
Matthias Willenbacher, Gründer von juwi, Interview klimaretter.info, 2011


Wir haben hier genügend Wind, da macht es keinen Sinn, bei 100 Prozent Erneuerbaren-Anteil Schluss zu machen.
Jürgen Suhr, Landesvorsitzender Bündnis 90/Grüne Mecklenburg-Vorpommern, Neue Energie, Juli 2011


Im Zentrum jeder Energiediskussion, die sich nicht auf das Technische beschränkt, muss heute die Frage stehen, wie eine Gesellschaft aussehen könnte, die mit weniger Energie auskommt und vor allem: ohne Energie, die so billig ist, wie wir das im 20. Jahrhundert kannten.
Marcel Hänggi, in Ausgepowert: Das Ende des Ölzeitalters als Chance, 2011


Erneuerbare Energien kommen gratis zu uns, niemand muss für die Nutzung von Wind oder Sonne bezahlen. Und beide sind dauerhaft verfügbar, nicht wie die Schachtel Cornflakes, die irgendwann mal leer ist.
Roger Nordmann, schweizer Politologe, Ökonom und Autor "Atom- und erdölfrei in die Zukunft", Mai 2011


Auch Gas ist nur beschränkt verfügbar, vor allem in Form der leicht zugänglichen Reserven. Wir müssen also unbedingt vermeiden, in großem Stil auf Gas zurückzugreifen, weil es nicht zukunftsfähig ist, höchstens in kleinen Mengen in einer Übergangsphase.
Roger Nordmann, schweizer Politologe, Ökonom und Autor "Atom- und erdölfrei in die Zukunft", Mai 2011


.. durch dezentrale Erzeugung vor Ort kann zum Beispiel auch ein Teil des Netzausbaus eingespart werden und es wird eine lokale Wertschöpfung generiert.
wirtschaftspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Joachim Pfeiffer, Mai 2011


Windenergie ist schon heute relativ günstig. Je nach Standort kostet die Stromerzeugung aus Wind zwischen drei und sechs Cent je Kilowattstunde.
Prof. Jürgen Schmid, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES in Kassel, Mai 2011


Der Übergang zu einer nachhaltigen Energieversorgung ist eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts.
Prof. Eicke Weber, Sprecher der Fraunhofer-Allianz Energie und Leiter des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg, Mai 2011


Deutschland hat die Chance, eine globale Spitzenposition in der Umstellung einer großen Wirtschaft auf regenerative Energien zu erlangen, mit zahlreichen Vorteilen in der weiteren Entwicklung dieser Technologien mit den entsprechenden Arbeitsplätzen. Ich kann mir kein effektiveres, nachhaltigeres Konjunkturförderprogramm vorstellen als diesen Prozess.
Prof. Eicke Weber, Sprecher der Fraunhofer-Allianz Energie und Leiter des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg, Mai 2011


Wer, wenn nicht wir, ist in der Lage dieses Gemeinschaftsprojekt durchzuziehen?
Matthias Kleiner, Ethikkommission, Sichere Energieversorgung, Mai 2011


Der Ausbau der erneuerbaren Energien verursacht zwar zunächst Mehrkosten. Deren Maximum dürfte im Jahr 2015 mit einer Summe von rund 17 Milliarden Euro erreicht sein. Dies entspricht jedoch lediglich ca. acht Prozent der Gesamtausgaben für Energie in Deutschland. Danach sinken die Kosten wieder. Im Zeitraum von 2010 bis 2050 können insgesamt allein in den Sektoren Strom und Wärme Kosten von insgesamt 730 Mrd. Euro eingespart werden.
Prof. Jürgen Schmid, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES in Kassel zur Studie mit dem Titel »Vision für ein 100 Prozent erneuerbares Energiesystem«, Mai 2011


Die volkswirtschaftlichen Kosten eines möglichst frühzeitigen Umbaus der Energieversorgung hin zu einer CO2-freien Energietechnik sind heute geringer, als wenn eine Umstellung erst viel später und damit sehr viel schneller von statten gehen muss.
Claudia Kemfert, Lehren aus der Krise, in Verändert Euch! Das Manifest zur Energiewende, 2011


Die Energieversorgung ist eine der größten Herausforderungen für die zivilisatorische Entwicklung der Menschheit. Die Übernutzung knapper fossiler und nuklearer Energieressourcen und der bedrohliche Klimawandel verletzen schon heute die globale, intergenerationelle und ökologische Gerechtigkeit.
Die katholischen Bischöfe Deutschlands in Der Schöpfung verpflichtet, Mai 2011


Ich würde ein Atomkraftwerk einem Kohlekraftwerk vorziehen. Das eine könnte Dich töten, dass andere tut es mit Sicherheit.
Ted Turner, CNN-Gründer, Mai 2011


Der Strompreis wird in den nächsten 20 Jahren um rund 70 Prozent steigen. Um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Unternehmen ihre Energieeffizienz steigern.
Ralph Büchele von der Strategieberatung Roland Berger, August 2011


Ich finde, es hat intellektuell fast schon etwas Erotisches, wenn wir uns bewusst werden, dass wir uns bereits mitten in der Energiewende befinden.
Hans Kronberger, Juni 2011


Angenommen, jede (und wirklich jede) einzelne Region bekommt die Energieverantwortung selbst übertragen. Und damit die Verantwortung für Bereitstellung und Versorgung genauso wie für Nutzung und Umgang und deren Auswirkungen bei Umwelt und Klima. Alles was wir „vor Ort verursachen“, müssten wir demnach auch „vor Ort wieder ausbaden“. Ganz automatisch, ohne Vorgaben, Förderungen und Sanktionen wären wir beim sparsamen Umgang, der effizienten Nutzung und den regional verfügbaren erneuerbaren Energien aus Sonne, Wind, Wasser und Biomasse angelangt.
Manfred Faustmann, September 2011


Wenn für die Nahrungsmittelproduktion genutzte Landflächen umgewandelt werden, um darauf Agrosprit-Pflanzen anzubauen, dehnt sich die Landwirtschaft an anderen Orten weiter aus. Dies führt häufig zu neuer Entwaldung und Zerstörung natürlicher Ökosysteme, besonders in den tropischen Gebieten der Entwicklungsländer.
Internationale Wissenschaftler und Ökonomen in einem Brief an die Europäische Kommission, 2011


Das Solarzeitalter wird die wichtigste Kulturrevolution - oder besser gesagt Kulturevolution - der Menschheitsgeschichte.
Franz Alt in Sonnige Aussichten, 2008


Die knappste Ressource, die wir noch haben, ist nicht Öl oder Kohle, sondern die Zeit, um Öl oder Kohle durch Erneuerbare Energien zu ersetzen.
Franz Alt in Sonnige Aussichten, 2008



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