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Es erscheint mir offensichtlich, dass wir es nicht länger künftigen Generationen überlassen können, etwas gegen den Klimawandel zu unternehmen.
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Die dritte, vielleicht wichtigste Aufgabe, die wir übernehmen müssen, ist die Verteidigung der Mutter Erde.
Unser aller gemeinsames Haus wird ungestraft ausgeplündert, verwüstet und misshandelt. Die Feigheit bei ihrer Verteidigung ist eine schwere Sünde.
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Dem Ökosystem werden Schäden zugefügt, die vielleicht irreversibel sind.
Die Erde, die Völker und die einzelnen Menschen werden auf fast barbarische Weise gezüchtigt.
Und hinter so viel Schmerz, so viel Tod und Zerstörung riecht man den Gestank dessen, was Basilius von Cäsarea den „Mist des Teufels“ nannte.
Das hemmungslose Streben nach Geld, das regiert. Der Dienst am Gemeinwohl wird außer Acht gelassen.
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Wir als Religions- und Glaubensvertreter
bringen unsere tiefe Besorgnis über den Klimawandel und seine Folgen für die Erde
und ihre Bewohner zum Ausdruck, die nach
dem Zeugnis unserer Religionen unserer gemeinsamen Sorge anvertraut sind.
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Klimaschutzmassnahmen dürfen sich nicht auf die staatliche
Ebene beschränken. Es liegt in der Verantwortung von uns allen,
gemeinsam die nötigen Anstrengungen zu unternehmen.
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Ab dem nächstem Jahr wird die EKHN beginnen, ihre Gelder aus Unternehmen abzuziehen, die ihre Umsätze vorwiegend mit fossilen Brennstoffen machen.
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Gott hat uns einen blühenden Garten geschenkt, wir aber sind dabei, ihn in eine von Schutt, Wüsten und Schmutz verseuchte Ebene zu verwandeln.
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Viele in den Kirchen,
Gewerkschaften, Unternehmen, Vereinen und anderswo möchten die Klimaschutzwende anpacken.
Ihnen muss der Rücken gestärkt werden.
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Wenn der Präsident sagt “America first”, macht er seine Wähler glücklich. Das kann ich verstehen.
Aber aus globaler Sicht ist diese Aussage nicht relevant. In der globalen Welt hängt heute alles mit allem zusammen. Amerikas Zukunft
hängt auch von Europa ab und Europas Zukunft auch von den asiatischen Ländern.
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Bei der Klimaerhitzung oder bei der globalen Wirtschaft
gibt es keine nationalen Grenzen. Auch keine religiösen Grenzen.
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Jetzt ist die Zeit gekommen, zu verstehen, dass wir
eine Menschheit auf einem Planeten sind.
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Energie für alle ist wünschenswert – aber das darf nicht zu einer keineswegs
wünschenswerten Spirale immer schwerwiegenderer Klimaveränderungen führen!
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Die Hauptleidtragenden der Klimakrise sind die Armen.
Aus diesem Grund hat sich Caritas Internationalis dazu entschieden,
nicht mehr in fossile Brennstoffe zu investieren.
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Die Zivilisation braucht Energie, aber der Gebrauch der Energie darf die Zivilisation nicht zerstören.
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Die Luftqualität, der Meeresspiegel, die Trinkwasser-Reserven,
das Klima und das delikate Gleichgewicht der Öko-Systeme –
all das wird von der Art und Weise, wie die Menschheit ihren Durst nach Energie stillt, stark beeinflusst.
Um diesen Durst zu stillen, darf man nicht den wirklichen Durst
nach Wasser schlimmer machen, oder die Armut, oder die soziale Ausschließung.
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Ich lade Sie ein, der Kern einer neuen Gruppe von Führern zu werden,
die die Energiewende auf eine Weise vollziehen, die an die Völker
der Erde denkt, an die kommenden Generationen, an alle Arten und Öko-Systeme!
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Dass es Laudato Si' gibt, hilft vor allem den Menschen ungemein,
die sich innerhalb der katholischen Kirche nachdrücklich für Klimaschutz einsetzen.
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Der Weltklimarat geht davon aus, dass sich klimabedingte Migration und Vertreibung
bei einer Erwärmung von 1,5 Grad – und umso mehr bei 2 Grad Erwärmung - verstärken werden.
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Lieber jetzt Emissionen senken und weltweit nachhaltige
Entwicklung fördern als später Unsummen für Klimaschäden zu zahlen.
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Ein wesentlicher Verbündeter in den Bemühungen um ein Umdenken könnten Religionsgemeinschaften sein.
Die im neuen Lebensstil geforderten Qualitäten – Genügsamkeit (Suffizienz), Ehrfurcht vor allem Leben, Mitgefühl und Solidarität, Verantwortungsbewusstsein,
usw. – gelten in praktisch allen Religionen als Tugenden
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Wir brauchen eine Neuinterpretation von Nachhaltigkeit: weg von dem utopischen Versprechen
der Erfüllung aller ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Bedürfnisse hin zu einer Interpretation
einer neuen Qualität von Daseinsvorsorge, die einen Kulturwandel und damit auch eine
ethisch-religiöse Dimension einschließt.
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Es ist unsere moralische Pflicht und Verantwortung, aus Solidarität mit den Armen und mit zukünftigen Generationen den Klimawandel zu bekämpfen.
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Manche stellen die Notwendigkeit in Frage, unseren Treibhausgasausstoß zu reduzieren, und wollen stattdessen mit technischen Mitteln, durch sogenanntes Geoengineering, unseren Planeten verändern. Dieser Versuchung dürfen wir nicht erliegen – solche großräumigen Eingriffe in die Schöpfung wären ein Spiel mit dem Feuer. Vorbeugung ist besser als jedes Behandeln von Symptomen.
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Die Dringlichkeit könnte nicht größer sein.
Papst Franziskus, die katholische Kirche und andere Glaubensrichtungen erinnern uns mit wirklich starken
Warnungen, dass wir uns hinter den Wissenschaftlern sammeln müssen.
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Die Wissenschaft ist kristallklar, wir gehen auf eine Klippe zu und die Emissionen steigen weiter an.
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Ein konservativer Revolutionär ist ein Mensch, der heute versucht, die Schöpfung zu bewahren.
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Wir müssen, wenn wir überleben wollen, als Spezies mehr tun für die Bewahrung der Schöpfung als das heute der Fall ist.
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Ein wesentlicher Verbündeter in den Bemühungen um ein Umdenken könnten Religionsgemeinschaften sein.
Die im neuen Lebensstil geforderten Qualitäten – Genügsamkeit (Suffizienz), Ehrfurcht vor allem Leben,
Mitgefühl und Solidarität, Verantwortungsbewusstsein, usw. – gelten in praktisch allen Religionen als Tugenden.
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Der Schöpfungsauftrag trägt uns. Daher sind wir verpflichtet, auch im Klimaschutz mehr zu tun.
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Es gibt nichts dümmeres, als den Kampf um Klimaschutz zu verpennen.
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Kirchliche Finanzmittel dürfen keine zerstörerische Wirkung auf das Klima haben.
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Wir Christinnen und Christen und unsere Institutionen stehen in der Verantwortung,
die Schöpfung zu erhalten und sind der globalen Gerechtigkeit verpflichtet.
Als Teil der Weltbevölkerung, die den Großteil der Treibhausgas-Emissionen produziert,
müssen wir daher logischerweise deren Hauptursache bekämpfen, die Nutzung fossiler Energieträger.
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Esst und trinkt aber nicht im Übermaß denn er (Allah) mag jene nicht die im Übermaß leben.
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